{"id":1220,"date":"2020-01-27T12:05:36","date_gmt":"2020-01-27T12:05:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.arge-nord.com\/?p=1220"},"modified":"2021-01-14T09:43:21","modified_gmt":"2021-01-14T09:43:21","slug":"wetterrueckblick-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arge-nord.de\/?p=1220","title":{"rendered":"Wetterr\u00fcckblick 2019"},"content":{"rendered":"<p>Witterungsverlauf 2019<\/p>\n<p>Der Januar 2019 hatte zwei Gesichter: die erste H\u00e4lfte war mild und feucht, in der zweiten Monatsh\u00e4lfte kam es unter Hochdruckeinfluss zu kalten Temperaturen mit Sonnenschein. Im Mittel war der Monat etwa 0,6 \u00b0C k\u00e4lter als im langj\u00e4hrigen Mittel. Deutschlandweit betrachtet war der Januar ein sehr regenreicher Monat, was dabei half, die Grundwasserspeicher nach dem trockenen Jahr 2018 wieder aufzuf\u00fcllen. Der meiste Niederschlag fiel in der ersten Monatsh\u00e4lfte durch eine regenreiche Nordwestlage. Dabei stauten sich die Wolken vor den Alpen und es kam zu extremen Schneef\u00e4llen mit bis zu 2,40 m Schneeh\u00f6he. Der Monat wies im Mittel 45 Sonnenstunden auf. Das ist etwas weniger als im langj\u00e4hrigen Mittel, aber doppelt so viel wie im Dezember 2018.<br \/>\nDer Februar 2019 war der sonnenscheinreichste Februar seit Aufzeichnung der Messungen. Dabei startete der Monat sehr kalt, zum Beispiel erreichte man am 05. Februar in der Oberpfalz frostige Minus 17,9 \u00b0C. dagegen steht der Temperaturrekord von 21,7 \u00b0C in Saarbr\u00fccken am 27. Februar. Insgesamt lag die Temperatur fast zweieinhalb Grad \u00fcber dem 30-j\u00e4hrigen Mittel. Leider gab es keine Fortsetzung der ergiebigen Regenf\u00e4lle des Januars, im Februar regnete es nur etwa 60 % im Vergleich mit dem langj\u00e4hrigen Mittel. Extrem trocken war es vor allem in Teilen Th\u00fcringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts mit kaum 5 Liter pro Quadratmeter. In anderen Regionen dagegen kamen Anfang des Monats ergiebige Niederschl\u00e4ge in Form von Schnee vom Himmel. In der Oberpfalz und in Sachsen brachen viele B\u00e4ume unter der starken Schneelast zusammen, so dass viele Stra\u00dfen gesperrt und sogar Schulen geschlossen werden mussten.<br \/>\nDer M\u00e4rz begann st\u00fcrmisch mit dem Rosenmontagssturm Bennet. Kurz danach, am 10. M\u00e4rz folgte Sturm Eberhard und richtete gebietsweise starke Sch\u00e4den an. Nach der Monatsmitte hielten sich k\u00fchlere und mildere Phasen in etwa die Waage. Nach dem trockenen Februar fielen im M\u00e4rz wieder deutlich mehr Niederschl\u00e4ge. Insgesamt war der Monat sehr wechselhaft, nach einer st\u00fcrmischen, niederschlagsreichen und recht warmen ersten H\u00e4lfte folgte ruhigeres aber k\u00fchles Wetter. Gegen Ende des Monats konnte die ARGE NORD daher schon die ersten Versuche anlegen.<br \/>\nMit einer Durchschnittstemperatur von 9,6 \u00b0C war der April etwa ein Grad w\u00e4rmer als im Mittel der letzten 30 Jahre. Bis auf eine kurzzeitige Wetter\u00e4nderung zur Monatsmitte war der Monat sonnig, warm und trocken. Dieser Monat war sogar noch trockener als der April 2018, dies ist haupts\u00e4chlich auf den Einfluss von Hoch Katharina zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Aussaat der Versuche konnte unter diesen Voraussetzungen ohne Unterbrechungen bis zum 17. April abgeschlossen werden.<br \/>\nNach diesem durchgehend warmen April mit sehr warmen Tagen folgte ein Mai, der seinem Namen als Wonnemonat nicht gerecht werden konnte. In der ersten Monatsh\u00e4lfte war es h\u00e4ufig f\u00fcr die Jahreszeit zu kalt, es gab in den N\u00e4chten sogar leichten Frost. Diese kalten Temperaturen gingen mit h\u00e4ufigen und gebietsweise ergiebigen Niederschl\u00e4gen einher. Im Bundesmittel ergab sich eine Summe von 80 mm f\u00fcr den Mai. Durch die niedrigen Temperaturen gingen die Niederschl\u00e4ge oft bis in mittlere Lagen in Schnee \u00fcber. Erst in der zweiten Monatsh\u00e4lfte erw\u00e4rmte sich die Luft langsam, sommerliche Temperaturen konnten in den meisten Regionen aber nicht erreicht werden. Die Sonne schien insgesamt deutlich weniger als im Mittel der Jahre.<br \/>\nAls Rekordmonat geht der Juni 2019 in die Wettergeschichte ein. Die Sonne schien im Mittel 300 Stunden lang, das ist der h\u00f6chste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Daher ist es kaum verwunderlich, dass der Monat auch einen Hitzerekord brach. Mit Temperaturrekorden von bis zu 39,6 Grad in Bernburg und einer Mitteltemperatur von 19,8 Grad war er auch der hei\u00dfeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Leider blieben die Niederschl\u00e4ge unterdurchschnittlich. Mit durchschnittlichen 55 Litern pro Quadratmeter fielen nur etwa 70 % des langj\u00e4hrigen Mittels. Diese Mengen waren sehr unterschiedlich verteilt, im Nordosten und S\u00fcdwesten war der Monat sehr nass, w\u00e4hrend es in der Landesmitte nur sehr wenig geregnet hat.<br \/>\nAuch der Juli knackte Temperaturrekorde, im letzten Drittes kam es zu einer Hitzewelle, bei der an mehreren Stationen die 40 Grad-Marke \u00fcberschritten wurde. Ansonsten war der Monat eher durchschnittlich warm und sonnig. Die Sonnenscheindauer lag geringf\u00fcgig \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel, mehrere Hochdruckgebiete brachten viele freundliche Tage. Beim Niederschlag gab es, wie es in den Sommermonaten \u00fcblich ist, regional gro\u00dfe Unterschiede, Niederschl\u00e4ge kamen meist als lokale Schauer und Gewitter vom Himmel. Mancherorts fielen nur sehr geringe Niederschl\u00e4ge, was verbunden mit den hohen Temperaturen zu extremer D\u00fcrre f\u00fchrte. Zur Monatsmitte waren auch Unwetter mit Hagel dabei. Ende des Monats vertrieben weitere Gewitter die extreme Hitze, dabei gab es zahlreiche \u00dcberschwemmungen.<br \/>\nSomit startete der August mit angenehmen Temperaturen, die sich die ersten drei Wochen hielten. In der letzten Monatsdekade kehrte dann aber der Hochsommer zur\u00fcck und brachte Temperaturen von \u00fcber 30 Grad. Der Niederschlag war sehr unterschiedlich verteilt, so prasselte mit 270 Litern pro Quadratmeter am Alpenvorland der meiste Regen nieder, hingegen gingen manche Orte in Ostdeutschland fast leer aus, wodurch sich die Trockenheit noch einmal versch\u00e4rfte. Die Sonnenscheindauer lag im August nur knapp \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel.<br \/>\nDer September war insgesamt ein durchschnittlicher Monat. Es gab nur noch wenige hei\u00dfe Tage Anfang des Monats, dann verdr\u00e4ngte eine Kaltfront die Sommerhitze in Richtung Osten. Die Sonnenscheindauer lag nur wenig \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel. Auch hinsichtlich der Niederschl\u00e4ge war der September mit 65 Litern pro Quadratmeter ein durchschnittlicher Monat. Allerdings kam der meiste Regen in Schleswig-Holstein vom Himmel, dagegen fiel bis zum 22. September in Teilen Hessens und Frankens gar kein Niederschlag. Erst in den letzten Monatstagen kamen neue Tiefs, die reichlich Regen mitbrachten. Sturmtief Mortimer wirbelte durch Deutschland und verursachte Sch\u00e4den. In Norddeutschland entwickelten sich sogar Tornados.<br \/>\nDer Oktober startete zun\u00e4chst k\u00fchl, bis zur Monatsmitte, als s\u00fcdwestliche Winde milde Mittelmeerluft mitbrachten. Dadurch wurde es noch einmal sommerlich warm, doch im letzten Monatsdrittel wurde es schon wieder deutlich k\u00fchler und zum Monatsende trat verbreitet leichter Frost auf. Die erste Monatsh\u00e4lfte war sehr nass, in der Nacht zum 16. Oktober gab es sogar schwere Gewitter. Insgesamt war der Monat wechselhaft mit reichlich Regen.<br \/>\nDer November war ein typischer Herbstmonat, die Sonne zeigte sich nur selten. Die Temperaturen waren geringf\u00fcgig w\u00e4rmer als im langj\u00e4hrigen Mittel. Der Niederschlag war regional sehr unterschiedlich, so regnete es in vielen Regionen Westdeutschlands und im Nordosten \u00fcberdurchschnittlich viel, vom Alpenrand bis nach Sachsen war es hingegen sehr trocken.<br \/>\nDer Dezember war wie schon in den Vorjahren sehr mild, die Temperaturen lagen zwei Grad \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel. Es gab kaum frostige N\u00e4chte, Schnee gab es lediglich in h\u00f6heren Lagen der Alpen. Die 60 Liter Niederschlag, die landesweit im Schnitt verzeichnet worden sind, fielen haupts\u00e4chlich als Regen.<\/p>\n<p>Insgesamt war das Jahr 2019 zu warm, es war das drittw\u00e4rmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zum Gl\u00fcck gab es aber mit im Schnitt etwa 730 Litern Niederschlag pro Quadratmeter deutlich mehr Regen als im Vorjahr.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Quellen: DWD und Wetteronline.de<\/span><\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1220 gallery-columns-3 gallery-size-full'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Folie1-1.png' title=\"Wetterr\u00fcckblick Magdeburg 2019\" data-rl_title=\"Wetterr\u00fcckblick Magdeburg 2019\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"720\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Folie1-1.png\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1223\" srcset=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Folie1-1.png 1280w, 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href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Folie5-4.png' title=\"Wetterr\u00fcckblick Schwerin 2019\" data-rl_title=\"Wetterr\u00fcckblick Schwerin 2019\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"720\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Folie5-4.png\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1227\" srcset=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Folie5-4.png 1280w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Folie5-4-300x169.png 300w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Folie5-4-1024x576.png 1024w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Folie5-4-768x432.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1227'>\n\t\t\t\tWetterr\u00fcckblick Schwerin 2019\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Witterungsverlauf 2019 Der Januar 2019 hatte zwei Gesichter: die erste H\u00e4lfte war mild und feucht, in der zweiten Monatsh\u00e4lfte kam es unter Hochdruckeinfluss zu kalten Temperaturen mit Sonnenschein. 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