{"id":1456,"date":"2017-04-21T13:17:56","date_gmt":"2017-04-21T13:17:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.arge-nord.com\/?p=1456"},"modified":"2021-01-12T10:01:33","modified_gmt":"2021-01-12T10:01:33","slug":"wetterrueckblick-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arge-nord.de\/?p=1456","title":{"rendered":"Wetterr\u00fcckblick 2017"},"content":{"rendered":"<p><strong><u>Witterungsverlauf 2017<\/u><\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Dezember des Vorjahres \u00fcberwiegend schneefrei und mild war, \u00e4nderte sich das Wetter Anfang Januar 2017 deutlich. Die Temperaturen fielen vor allem in den N\u00e4chten deutlich unter den Gefrierpunkt und am 4. Januar fegte ein Orkan \u00fcber Norddeutschland, der an Nord- und Ostseek\u00fcste zu einer Sturmflut und im Harz zu Schneeverwehungen f\u00fchrte. Am Tage kletterte das Thermometer vielerorts auf 0\u00b0C und es kam in Norddeutschland immer wieder zu gefrierenden Regenschauern. Der Januar war k\u00e4lter als der langj\u00e4hrige Durchschnitt. In vielen Regionen war es zu trocken und der Sonnenschein lag \u00fcber dem Durchschnitt.<\/p>\n<p>Das ruhige Winterwetter Ende Januar setzte sich im Februar fort. Es herrschte Kahlfrost und damit Vegetationsruhe in Norddeutschland, in h\u00f6heren Lagen gab es leichte Schneef\u00e4lle mit Temperaturen um den Gefrierpunkt am Tage und mit leichten bis m\u00e4\u00dfigen Nachtfr\u00f6sten. Mitte Februar wurde es etwas w\u00e4rmer mit windigem Regenwetter, manchmal mit Schnee vermischt und mit unterschiedlicher Intensit\u00e4t. Trotzdem lagen die Temperaturen landesweit \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel und so war der Februar zu warm und zu trocken mit zu wenig Sonnenschein.<\/p>\n<p>In der ersten M\u00e4rzdekade blieb das Wetter wechselhaft und sehr windig. Immer wieder kam es zu schauerartigen Regenf\u00e4llen, vielfach blieb der Himmel bedeckt und die Temperaturen im einstelligen Bereich. Zur Monatsmitte hin wurde es langsam freundlicher und trockener und so konnte die ARGE NORD am 16. M\u00e4rz den Schosserversuch in Negernb\u00f6tel in Schleswig-Holstein drillen. Danach verhinderten zun\u00e4chst heftige Regenf\u00e4lle weitere Au\u00dfenarbeiten. Schlie\u00dflich kam es zu einem deutlichen Wetterumschwung, es dominierten kr\u00e4ftige Hochdruckgebiete mit reichlich Sonne und W\u00e4rme und so konnte am 27. M\u00e4rz die Aussaat der Versuche in Harsleben (Sachsen-Anhalt) fortgesetzt werden. Die Fl\u00e4che f\u00fcr den Nieders\u00e4chsischen R\u00fcbentag in R\u00f6ssing (Hildesheim) konnte am 29. M\u00e4rz ges\u00e4t werden und die erste Wertpr\u00fcfung einen Tag sp\u00e4ter. In dieser Woche wurden sehr viele Praxisschl\u00e4ge in der Region S\u00fcdhannover bestellt, der letzte Sortenversuch wurde am 12. April ges\u00e4t.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der M\u00e4rz zu den w\u00e4rmsten Monaten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen geh\u00f6rte, kehrte im April der Winter in unsere Breiten zur\u00fcck. In der zweiten Aprildekade gab es heftige Nachtfr\u00f6ste bis minus 7\u00b0C in der L\u00fcneburger Heide, zus\u00e4tzlich Glatteis und \u00f6rtlich Schneef\u00e4lle. Allerdings haben die R\u00fcben, die vielfach im Keimblattstadium waren, diesen Wintereinbruch gut \u00fcberstanden. Es kam nur ganz vereinzelt zu Umbr\u00fcchen wegen Frost. Das kalte und windige Schauerwetter mit Nachtfr\u00f6sten blieb auch in der letzten Aprildekade in Norddeutschland erhalten und so war der Monat am Ende zu kalt und regional sonnenscheinarm.<\/p>\n<p>Auch in der ersten Maidekade blieb das sehr k\u00fchle Wetter mit Temperaturen im einstelligen Bereich erhalten, doch f\u00fchrte gelegentlicher Landregen zu ersten Wachstumssch\u00fcben der Zuckerr\u00fcben. Der erhoffte Wetterumschwung erfolgte nach dem 10. Mai. Es wurde deutlich w\u00e4rmer, das Wachstum von Getreide und Zuckerr\u00fcben beschleunigte sich und erforderliche Herbizidma\u00dfnahmen konnten unter guten Bedingungen durchgef\u00fchrt werden. Diese erste kleine Hitzewelle endete j\u00e4h am 18. Mai mit teilweise wolkenbruchartigen Niederschl\u00e4gen. Nach einer kurzen Phase der Abk\u00fchlung erfolgte wieder ein langsamer Temperaturanstieg und damit ein erheblicher Wachstumsschub der R\u00fcben sodass letzte Herbizidma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt werden konnten. Insgesamt fiel der Mai \u00fcberall zu warm aus. Im n\u00f6rdlichen Niedersachsen war der Mai deutlich zu nass.<\/p>\n<p>In der ersten Juniwoche herrschte freundliches Sommerwetter, gefolgt von deutlicher Abk\u00fchlung und schauerartigen Regenf\u00e4llen bis Mitte des Monats. In vielen Regionen hatten die R\u00fcbenbest\u00e4nde den Wachstumsr\u00fcckstand aufgeholt und einzelne Fl\u00e4chen zeigten Reihenschluss. In der zweiten Junih\u00e4lfte sorgte ein weitgehend stabiles Hoch in Norddeutschland f\u00fcr freundliches Sommerwetter mit Temperaturen bis 30\u00b0C. Viele sehr gute R\u00fcbenbest\u00e4nde hatten sich inzwischen etabliert. Allerdings gab es gelegentliche Unterbrechungen, so gab es am 22. Juni ein heftiges Unwetter mit Sturm und Hagel. Insgesamt war der Monat zu warm und zu nass und die Sonnenscheindauer entsprach im Wesentlichen dem vielj\u00e4hrigen Mittel.<\/p>\n<p>Auch im Juli blieb das Wettergeschehen wechselhaft. Hochdruckgebiete wurden von Tiefausl\u00e4ufern abgel\u00f6st, schauerartige Niederschl\u00e4ge beendeten kurze, trockene Phasen. Durch die W\u00e4rme und Feuchtigkeit beg\u00fcnstigt, trat in vielen Schl\u00e4gen Cercospora oberhalb der Behandlungsschwelle auf. Im letzten Julidrittel dominierten dann Tiefdruckgebiete mit erheblichen Regenmengen, die in Niedersachsen zu Hochwasser f\u00fchrten. Viele Fl\u00fcsse und B\u00e4che traten \u00fcber die Ufer, bei Dauerregen wurden in verschiedenen St\u00e4dten und D\u00f6rfern Katastrophenalarm ausgel\u00f6st und die Getreideernte stagnierte. So fiel der Juli deutlich zu nass aus und die Sonnenscheindauer lag meist unter dem Durchschnitt.<\/p>\n<p>Auch im August setzte sich das wechselhafte Wetter fort. Immer wieder wurden trockene Abschnitte von Regenf\u00e4llen unterbrochen und behinderten somit die Getreideernte. Manche Fl\u00e4chen waren so nass, dass sie nicht befahren werden konnten. Erst zum Monatsende sorgten Hochdruckgebiete f\u00fcr Trockenphasen und hochsommerliche Temperaturen, sodass die Ernte fortgesetzt wurde. Insgesamt war der August sehr wechselhaft, gebietsweise deutlich zu nass und in manchen Regionen zu k\u00fchl.<\/p>\n<p>Tiefdruckgebiete mit wolkenreicher Luft und wiederholten Niederschl\u00e4gen pr\u00e4gten auch den September. In einigen Gebieten gab es viel Regen, unterbrochen von sonnigen Zwischenhochs. Als die R\u00fcbenernte in der zweiten Septemberdekade begann, waren viele Fl\u00e4chen wasserges\u00e4ttigt und die Zuckerr\u00fcben konnten nur mit einem erh\u00f6hten Erdanteil gerodet werden. Nach erheblichen Regenf\u00e4llen Ende September gab es einige Tage Lieferengp\u00e4sse und die Tagesleistung von Zuckerfabriken musste gedrosselt werden. Insgesamt fiel der September zu k\u00fchl und zu nass aus. Nur in Sachsen-Anhalt war der September trockener als gew\u00f6hnlich. Die Sonnenscheindauer lag meist unter dem Durchschnitt.<\/p>\n<p>Auch Anfang Oktober blieb es bei der wechselhaften Witterung, dazu ist am 5. Oktober ein heftiger Herbstturm \u00fcber Norddeutschland hinweg gefegt, mit Orkanb\u00f6en, heftigen Regenf\u00e4llen und umgest\u00fcrzten B\u00e4umen. In der zweiten Dekade wurde es trockener, sonniger und w\u00e4rmer und die Erntebedingungen verbesserten sich wieder, sodass sich die R\u00fcbenversorgung der Werke verbesserte. Im letzten Monatsdrittel setzte sich dann der wechselhafte Wettercharakter der ersten Dekade mit einem weiteren heftigen Herbststurm fort. R\u00fcbenmieten konnten vielerorts nur mit einem erh\u00f6hten Erdanteil angelegt werden. So ist es in diesem Herbst besonders wichtig gewesen, die Mieten zeitnah abzudecken, um ein Trocknen und damit besseres Abreinigen der Erde zu gew\u00e4hrleisten. Insgesamt war der Oktober zu warm und mit Ausnahme der Magdeburger B\u00f6rde zu nass mit durchschnittlicher Sonnenscheindauer.<\/p>\n<p>Bei nachlassenden Niederschl\u00e4gen konnte die R\u00fcbenernte im November schlie\u00dflich fortgesetzt werden. Leider war es auf einigen Schl\u00e4gen, meist in Schleswig-Holstein, bis Mitte Dezember nicht m\u00f6glich alle R\u00fcben zu ernten.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse finden Sie in den Diagrammen.<br \/>\nDurch Anklicken \u00f6ffnet sich eine vergr\u00f6\u00dferte Version.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1456 gallery-columns-3 gallery-size-full'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Wetterr\u00fcckblick-Hannover-2017.png' title=\"Wetterr\u00fcckblick Hannover 2017\" data-rl_title=\"Wetterr\u00fcckblick Hannover 2017\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"720\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Wetterr\u00fcckblick-Hannover-2017.png\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1457\" 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