{"id":1609,"date":"2016-04-21T13:06:28","date_gmt":"2016-04-21T13:06:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.arge-nord.com\/?p=1609"},"modified":"2021-01-12T09:57:03","modified_gmt":"2021-01-12T09:57:03","slug":"wetterrueckblick-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arge-nord.de\/?p=1609","title":{"rendered":"Wetterr\u00fcckblick 2016"},"content":{"rendered":"<p><strong><u>Witterungsverlauf 2016<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Das Jahr 2016 begann mit einem Wintereinbruch in der norddeutschen Tiefebene. Sinkende Temperaturen sorgten f\u00fcr Schneetreiben und Nachtfr\u00f6ste. Aber bereits am 8. Januar setzte bei milderen Temperaturen Tauwetter ein. Ab Mitte des Monats f\u00fchrte dann eine n\u00f6rdliche Str\u00f6mung erneut Frost und Schnee nach Norddeutschland. Es kam f\u00fcr einige Tage zu einer geschlossenen Schneedecke und sehr kalten N\u00e4chten. Dieses Wetter wurde dann Ende Januar von sehr milden Luftmassen und erheblichen Regenf\u00e4llen abgel\u00f6st. Trotz des Regens war der Januar im Norden zu k\u00fchl und zu trocken bei ausgeglichener Sonnenscheinbilanz.<\/p>\n<p>Dem wechselhaften Januar folgte ein milder Februar mit vielen Tiefdruckgebieten, die vom Atlantik kamen und der norddeutschen Tiefebene vor allem in der dritten Dekade erhebliche Niederschlagsmengen brachten. Dadurch setzte bereits eine fr\u00fche Vegetation ein. Ende des Monats wurde es wieder k\u00fchler und es kam erneut zu leichten Nachtfr\u00f6sten. Insgesamt war der Februar deutlich zu warm und fast \u00fcberall zu feucht, die Temperaturen lagen deutlich \u00fcber dem vielj\u00e4hrigen Mittelwert.<\/p>\n<p>Der M\u00e4rz begann wie der Februar endete. Die Temperaturen blieben in den ersten beiden Dekaden sehr niedrig mit der Folge von h\u00e4ufigen Nachtfr\u00f6sten und seltenen Niederschl\u00e4gen. Das Wetter \u00e4nderte sich auch Ende M\u00e4rz wenig, Tiefausl\u00e4ufer brachten Niederschl\u00e4ge, Sturm und kurze Gewitter und nur ganz vereinzelt konnten erste R\u00fcbenschl\u00e4ge bestellt werden. Die Bodentemperaturen waren niedrig. Insgesamt fiel der M\u00e4rz bundesweit zu k\u00fchl und zu trocken aus und die Sonnenscheindauer lag vielfach unter dem Durchschnitt.<\/p>\n<p>In den ersten Apriltagen stiegen die Temperaturen an und die milden Luftmassen mit Temperaturen bis 20\u00b0 C brachten Norddeutschland einen Vegetationsschub. Allerdings kam es immer wieder auch zu schauerartigen Niederschl\u00e4gen. In diesem Zeitraum haben die Betriebe die Aussaat der Zuckerr\u00fcben durchgef\u00fchrt und die ARGE NORD konnte ebenfalls die Aussaat der Versuche beenden. In den letzten Apriltagen erfolgte ein erneuter Kaltlufteinbruch mit winterlichen Verh\u00e4ltnissen, Nachtfr\u00f6sten und Schneeschauern bis in die Niederungen. In dieser Kaltluftphase lagen viele R\u00fcben in der Keimphase oder erste Keimbl\u00e4tter waren sichtbar. Aufgrund der K\u00e4lte kam es auf einigen Schl\u00e4gen zu Phytotoxerscheinungen nach Herbizidma\u00dfnahmen. Trotzdem blieben Umbr\u00fcche wegen der K\u00e4lte selten.<\/p>\n<p>Ein kr\u00e4ftiges Hochdruckgebiet f\u00fchrte ab Anfang Mai zu sonnigem und trockenem Wetter mit steigenden Temperaturen. Nach einer kurzen Unterbrechung dieser Sch\u00f6nwetterlage blieb die letzte Maidekade wechselhaft mit Schauern unterschiedlicher Intensit\u00e4t. Diese Regenschauer in Verbindung mit W\u00e4rme f\u00fchrten zu einem erheblichen Wachstumsschub der R\u00fcben, notwendige Herbizidma\u00dfnahmen konnten \u00fcberwiegend zeitnah durchgef\u00fchrt werden. Zum Monatswechsel wurde auf fr\u00fch gedrillten Schl\u00e4gen der Reihenschluss schon erreicht. Trotz der Niederschl\u00e4ge fiel der Mai in Niedersachsen vielerorts zu warm, trocken und sonnenscheinreich aus. In Sachsen-Anhalt fielen Ende des Monats starke Niederschl\u00e4ge.<\/p>\n<p>Der Juni begann sehr niederschlagsreich und in Verbindung mit W\u00e4rme kam es zu einem erheblichen Wachstumsschub von Getreide und Zuckerr\u00fcben. Diese Witterungsbedingungen l\u00f6sten auf vielen Schl\u00e4gen in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein bei den R\u00fcben Aphanomycesbefall aus. Tiefausl\u00e4ufer brachten einen wechselhaften Witterungscharakter. Starkregen und Hagel verursachten zuweilen innerhalb kurzer Zeit enorme Niederschlagsmengen und schwere Sch\u00e4den. Nach einer kurzen Hitzeperiode in der dritten Junidekade kam es zu einer leichten Abk\u00fchlung und die Niederschl\u00e4ge nahmen ab. So fiel der Juni zu warm und \u00fcberwiegend zu nass aus.<\/p>\n<p>In der ersten Julih\u00e4lfte kam es \u00fcberwiegend zu freundlichem Sommerwetter, nur selten von Gewittern unterbrochen. Ab Monatsmitte folgte ein erheblicher Temperaturanstieg bis auf \u00fcber 30\u00b0C. Bei zunehmendem Druck von Blattkrankheiten in den Zuckerr\u00fcben wurden erste Fungizidma\u00dfnahmen erforderlich. Trotz \u00f6rtlicher heftiger Regenf\u00e4lle war der Juli insgesamt zu trocken bei durchschnittlicher Sonnenscheindauer.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum sehr sommerlichen Juli pr\u00e4sentierte sich die erste Augusth\u00e4lfte ungew\u00f6hnlich k\u00fchl und wechselhaft mit wiederholten Tiefausl\u00e4ufern. In der L\u00fcneburger Heide bestand sogar die Gefahr von Nachtfrost. Im letzten Monatsdrittel setzte sich dann erneut eine stabile Hochdruckwetterlage mit sonnigem und sehr warmem Wetter durch, das nur kurzzeitig von einem Tiefausl\u00e4ufer unterbrochen wurde. So mussten auf leichten B\u00f6den viele R\u00fcbenfl\u00e4chen intensiv beregnet werden. Gleichzeitig wurde auf vielen Fl\u00e4chen ein erneuter Anstieg von Blattkrankheiten beobachtet der einen zus\u00e4tzlichen Fungizideinsatz erforderlich machte. Insgesamt fiel der August \u00fcberwiegend zu trocken aus und die Temperaturbilanz war fast ausgeglichen.<\/p>\n<p>Ende August wurde es zunehmend warm und dieser Hochdruckeinfluss war dann auch im gesamten Monat September dominierend. Es war \u00fcberwiegend warm, trocken und sonnenscheinreich, nur unterbrochen von zwei schwach ausgepr\u00e4gten Tiefausl\u00e4ufern. Auf leichten B\u00f6den wurde weiterhin beregnet. Erst das dritte Septemberwochenende brachte in verschiedenen Regionen Niedersachsens Niederschlag und leitete damit auch einen vor\u00fcbergehenden Temperaturr\u00fcckgang ein. Ende September wurden die N\u00e4chte k\u00fchler. Der Monat war in ganz Deutschland zu warm. Als Ende September die Zuckerr\u00fcbenernte begann, gab es auf verschiedenen Fl\u00e4chen durch die Trockenheit Probleme mit R\u00fcbenbruch, so dass die Roder auf andere Schl\u00e4ge ausweichen mussten.<\/p>\n<p>In der ersten Oktoberdekade fielen endlich die ersehnten Niederschl\u00e4ge und die Erntearbeiten konnten problemlos fortgesetzt werden. Insgesamt wurde es k\u00fchler und wechselhafter. Zu Beginn der dritten Dekade fielen dann ergiebige Regenf\u00e4lle, die die Erntearbeiten f\u00fcr einige Tage verz\u00f6gert haben. Danach blieb es wechselhaft und \u00fcberwiegend trocken. Der Monat fiel insgesamt zu k\u00fchl und zu tr\u00fcbe aus und die Sonnenscheindauer lag erheblich unter dem vielj\u00e4hrigen Durchschnitt. Die Entwicklung des Zuckergehalts blieb hinter den Erwartungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Einige Tiefausl\u00e4ufer brachten in der ersten Novemberdekade Niederschl\u00e4ge, die auf letzte Erntearbeiten kaum negativen Einfluss hatte. So konnten die Mieten weitgehend st\u00f6rungsfrei angelegt und abgedeckt werden.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse finden Sie in den Diagrammen.<br \/>\nDurch Anklicken \u00f6ffnet sich eine vergr\u00f6\u00dferte Version.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1609 gallery-columns-3 gallery-size-full'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Wetterr\u00fcckblick-Hannover-2016.png' title=\"Wetterr\u00fcckblick Hannover 2016\" data-rl_title=\"Wetterr\u00fcckblick Hannover 2016\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"720\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Wetterr\u00fcckblick-Hannover-2016.png\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1610\" 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