{"id":1676,"date":"2015-04-30T08:53:46","date_gmt":"2015-04-30T08:53:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.arge-nord.com\/?p=1676"},"modified":"2021-01-12T09:55:17","modified_gmt":"2021-01-12T09:55:17","slug":"wetterrueckblick-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arge-nord.de\/?p=1676","title":{"rendered":"Wetterr\u00fcckblick 2015"},"content":{"rendered":"<p><strong><u>Witterungsverlauf 2015<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Die Witterung des Jahres 2015 begann mit einer Reihe von wolkenreichen Tiefausl\u00e4ufern, die in der norddeutschen Tiefebene f\u00fcr Sturm und reichlich Niederschl\u00e4ge verbunden mit ungew\u00f6hnlich milden Temperaturen sorgten. So konnten die letzten R\u00fcben der Rekordernte 2014 ohne Frostsch\u00e4den in der dritten Januarwoche verarbeitet werden. Der Monat Januar war insgesamt zu warm und zu nass, die Sonnenscheindauer lag etwa 40 % unter dem langj\u00e4hrigen Mittel.<\/p>\n<p>Erst Anfang Februar wurde es insgesamt k\u00e4lter mit Nachtfr\u00f6sten und einigen leichten Schneef\u00e4llen, eine Schneedecke bildete sich allerdings nur kurzzeitig. Es blieb \u00fcberwiegend bei Hochdruckeinfluss und Sonnenschein, erst im letzten Drittel sorgten atlantische Tiefausl\u00e4ufer f\u00fcr wechselhafte Witterung mit Regen und leichten Nachtfr\u00f6sten. Auch im Februar gab es in Norddeutschland keinen klassischen Wintereinbruch.<\/p>\n<p>Die ersten M\u00e4rztage waren ebenfalls wechselhaft und sehr k\u00fchl. Es folgten einige Tage mit fr\u00fchlingshaften Temperaturen und so konnte die ARGE NORD bereits am 10. M\u00e4rz den Schosserversuch in Negernb\u00f6tel in Schleswig &#8211; Holstein drillen. Ab Mitte M\u00e4rz trockneten die B\u00f6den weiter ab und die Zuckerr\u00fcbenaussaat 2015 begann. So waren im Raum Uelzen am 20. M\u00e4rz schon circa 20 % der R\u00fcbenfl\u00e4chen bestellt. Das trockene Wetter mit milden Tagestemperaturen und sehr k\u00fchlen N\u00e4chten hielt an, daher konnte die Mehrzahl der Fl\u00e4chen bis Ende M\u00e4rz bestellt werden. Der Monat verabschiedete sich in Norddeutschland mit einem heftigen Orkan und sehr ergiebigen Regenf\u00e4llen. Trotzdem war der M\u00e4rz insgesamt zu warm und zu trocken.<\/p>\n<p>Mehrere Kaltfronten \u00fcberquerten Norddeutschland in den ersten Apriltagen mit Nachtfr\u00f6sten und Niederschl\u00e4gen unterschiedlicher Intensit\u00e4t. Nach z\u00f6gerlicher Wetterbesserung blieb die Witterung sonnig und trocken und die Aussaat konnte schlie\u00dflich fortgesetzt werden. Die durch die Niederschl\u00e4ge zum Monatswechsel verschl\u00e4mmten Bodenoberfl\u00e4chen verkrusteten in der ersten Aprilh\u00e4lfte, rund<br \/>\n4000 ha mussten umgebrochen werden. Es ergab sich in diesem Fr\u00fchjahr eine deutliche Teilung in zwei Saatperioden. Erst in den letzten Apriltagen setzte sich wieder wechselhaftes Wetter mit Niederschl\u00e4gen durch. Einige Frostn\u00e4chte mit Temperaturen bis minus 5 \u00b0C \u00fcberstanden die jungen R\u00fcbenpflanzen weitgehend schadlos.<\/p>\n<p>Im Mai zogen immer wieder Tiefdruckgebiete ostw\u00e4rts, die nur in den K\u00fcstenregionen wiederholt Niederschl\u00e4ge brachten. In der norddeutschen Tiefebene war es dagegen in einem breiten Streifen \u00fcber mehrere Wochen deutlich zu trocken. So fielen in Hannover nur 36 % der sonst \u00fcblichen Regenmengen. Gewitterlinien brachten regional begrenzt Sturmb\u00f6en, Starkniederschl\u00e4ge und Hagel. Insgesamt fiel der Monat zu k\u00fchl, zu trocken und sonnenscheinarm aus.<\/p>\n<p>Die Serie der trockenen Monate setzte sich im Juni fort. Einige leichte Niederschl\u00e4ge zum Monatsbeginn konnten das Defizit nicht ausgleichen, f\u00fchrten allerdings zu einem Wachstumsschub der Zuckerr\u00fcben, sodass zur Monatsmitte auf den fr\u00fch gedrillten Fl\u00e4chen Reihenschluss war. In der ersten Dekade kam es auch zu einigen hei\u00dfen Sommertagen mit Temperaturen \u00fcber 30 \u00b0C, die zu weiterer Austrocknung der B\u00f6den f\u00fchrten. In der zweiten Monatsh\u00e4lfte sorgte eine nordwestliche H\u00f6henstr\u00f6mung f\u00fcr eine k\u00fchle Phase, bevor sich das Monatsende wieder hochsommerlich zeigte. Insgesamt war der Juni der f\u00fcnfte zu trockene Monat in Folge. Temperatur und Sonnenscheindauer lagen im Durchschnitt.<\/p>\n<p>Der Juli startete mit einer Hitzewelle und Rekordtemperaturen und viele Schl\u00e4ge mussten beregnet werden. In der zweiten Dekade fielen die Temperaturen auf Normalwerte und f\u00fchrten zu regional unterschiedlichen Regenf\u00e4llen, bevor es zum Ende des Monats wieder sehr warm wurde. So gab es im Juli zwei Hitzewellen, die von heftigen Gewittern, Starkregen und Hagel begleitet und beendet wurden.<\/p>\n<p>Auch der Monat August startete mit einer Hitzewelle und \u00fcbertraf die H\u00f6chsttemperaturen vom Vormonat. In der ersten Dekade gab es an einigen Tagen Temperaturen von 40 \u00b0C in den Mittagsstunden. Auf leichten B\u00f6den wurden viele R\u00fcbenfl\u00e4chen intensiv beregnet. In der zweiten Dekade sorgten heftige Gewitter mit regional unterschiedlichen Regenmengen f\u00fcr leichte Abk\u00fchlung, wobei das sehr sommerliche Wetter anhielt. Nach der Hitze der letzten Wochen kam es jetzt durch den Regen zu einem erneuten Wachstumsschub der R\u00fcben, der sich bis zur Ernte fortsetzte. Trotz der Regenf\u00e4lle war der August meist hei\u00df und sonnig.<\/p>\n<p>Anfang September beendeten Tiefausl\u00e4ufer mit wechselhaftem Wetter die letzte Hitzewelle des Sommers. Aufgrund weiterer Niederschl\u00e4ge mit angenehmen Tagestemperaturen reagierten die R\u00fcben mit hohen Zuw\u00e4chsen. Daraufhin kam es teilweise zu einem berechtigten zweiten Fungizideinsatz, insgesamt war aber der Blattkrankheitsdruck in 2015 geringer als im Vorjahr. Zum Monatsende sorgte ein kr\u00e4ftiges Hoch f\u00fcr \u00fcberwiegend sonniges Wetter und k\u00fchle N\u00e4chte, was f\u00fcr die Zuckereinlagerung f\u00f6rderlich war. Insgesamt fiel aber der September \u00fcberwiegend zu k\u00fchl und trocken aus und die Sonnenscheindauer lag meist unter dem Durchschnitt. In der dritten Septemberdekade begann die R\u00fcbenkampagne 2015 unter optimalen Bodenverh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>Der Oktober begann in der norddeutschen Tiefebene sehr k\u00fchl mit ersten Nachtfr\u00f6sten und wechselhaftem Wetter mit vereinzelten Niederschl\u00e4gen. Zur Monatsmitte hin verst\u00e4rkten sich die Niederschl\u00e4ge und f\u00fchrten zu ersten Unterbrechungen der Rodearbeiten. Dann lie\u00dfen die Regenf\u00e4lle wieder nach und die Erntearbeiten konnten fortgesetzt werden. In der zweiten Oktoberh\u00e4lfte dominierte wieder Hochdruckeinfluss, es gab nur geringe Niederschl\u00e4ge, verbunden mit ruhigem und sonnigem Herbstwetter. So konnten die Erntearbeiten weitgehend st\u00f6rungsfrei durchgef\u00fchrt und beendet werden. Die Feldrandmieten konnten mit geringem Erdanhang Ende Oktober und im November angelegt werden.<\/p>\n<p>Ungew\u00f6hnlich mild begann der November und in den ersten beiden Novemberdekaden hielt diese sehr milde Witterung an. Die N\u00e4chte blieben frostfrei. Erst in der dritten Dekade fielen die Temperaturen und intensive Regenf\u00e4lle verringerten das Niederschlagsdefizit.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse finden Sie in den Diagrammen.<br \/>\nDurch Anklicken \u00f6ffnet sich eine vergr\u00f6\u00dferte Version.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1676 gallery-columns-3 gallery-size-full'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Wetterr\u00fcckblick-Hannover-2015.png' title=\"Wetterr\u00fcckblick Hannover 2015\" data-rl_title=\"Wetterr\u00fcckblick Hannover 2015\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"720\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Wetterr\u00fcckblick-Hannover-2015.png\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1677\" 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