{"id":4054,"date":"2025-06-11T10:38:34","date_gmt":"2025-06-11T10:38:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arge-nord.de\/?p=4054"},"modified":"2025-06-11T10:38:34","modified_gmt":"2025-06-11T10:38:34","slug":"mineralische-und-organische-duengung-hamerstorf-hoeckelheim-koldingen-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arge-nord.de\/?p=4054","title":{"rendered":"Mineralische und organische D\u00fcngung (Hamerstorf, H\u00f6ckelheim, Koldingen) 2024"},"content":{"rendered":"<p>In diesem gemeinsamen Versuch der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der ARGE NORD e.V. sollte herausgefunden werden, wie sich oberfl\u00e4chig ausgebrachter G\u00e4rrest, separierter G\u00e4rrest, HTK und Kompost auf die Entwicklung, den Ertrag und die Qualit\u00e4t von Zuckerr\u00fcben auswirken.<br \/>\nDer G\u00e4rrest wurde dabei sowohl breitfl\u00e4chig als auch unter Fu\u00df ausgebracht.<br \/>\nWeiterhin sollte aus der ebenfalls im Versuch integrierten Stickstoffsteigerungsstaffel das N-Optimum abgeleitet werden.<\/p>\n<p>Der Versuch wurde wie in den Vorjahren mit zw\u00f6lf Varianten an den drei Standorten H\u00f6ckelheim (Northeim), Koldingen (Hannover) und Hamerstorf (Uelzen) angelegt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie3.png\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4057\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie3-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie3-1024x576.png 1024w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie3-300x169.png 300w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie3-768x432.png 768w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie3.png 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Varianten 2 bis 6 wurden nach Abzug des Nmin-Gehaltes mit Kalkammonsalpeter ged\u00fcngt. In Variante 6 wurde im Mai erneut der Nmin-Gehalt ermittelt, um die ausreichende N-Versorgung zu \u00fcberpr\u00fcfen. Da im Mai an allen drei Standorten der Gehalt \u00fcber 160 kg N\/ha lag, ergab sich kein Nachd\u00fcngungsbedarf. Der Vergleich mit der Variante nach Bedarfswert zeigte wieder einmal, dass die R\u00fcbe den w\u00e4hrend der Vegetation nachgelieferten Stickstoff sehr gut<\/p>\n<p>nutzen kann und somit gute Ertr\u00e4ge mit einer reduzierten Stickstoffmenge liefern kann.<\/p>\n<p>In Koldingen lag der Nmin-Wert bei 90 kg N\/ha, der Versuch wurde am 13. April ges\u00e4t, die Ernte war am 04. November 2024.<br \/>\nDie D\u00fcngung in den organischen und den mineralischen Varianten erfolgte am 11. April, Variante 5 erhielt eine zus\u00e4tzliche Gabe am 28. Mai. Der Nmin-Wert der Variante 6 lag im Mai bei 231 kg N\/ha. Damit war hier von einer ausreichenden Versorgung auszugehen, es wurde keine weitere D\u00fcngung durchgef\u00fchrt. In Koldingen war wegen des im Boden vorhandenen Stickstoffs von 90 kg nahezu keine Wirkung durch eine Stickstoffd\u00fcngung zu sehen, selbst die unged\u00fcngte Kontrolle erreichte noch 96,8 % des R\u00fcbenertrags der nach Bedarfswert ged\u00fcngten Variante.<\/p>\n<p>In H\u00f6ckelheim lag der Nmin-Wert bei 48 kg N\/ha, die D\u00fcngung in den organischen und den mineralischen Varianten erfolgte am 11. April. In Variante 5 gab es eine weitere mineralische Gabe am 28. Mai. Die Aussaat erfolgte am 13. April, geerntet wurde am 04. November 2024.<br \/>\nIn H\u00f6ckelheim konnte zwar eine Verbesserung des Zuckerertrages g<\/p>\n<p>egen\u00fcber der Kontrolle erzielt werden, aber zwischen den mineralisch ged\u00fcngten Varianten konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden.<\/p>\n<p>Bei den organisch ged\u00fcngten Varianten fiel die Variante 7 mit ausschlie\u00dflicher G\u00e4rrestd\u00fcngung ab. Den besten Zuckerertrag erzielte die Variante mit Kompostd\u00fcngung und mineralischer Erg\u00e4nzung.<\/p>\n<p>In Hamerstorf lag der Nmin-Wert bei 20 kg N\/ha, die Aussaat erfolgte am 27. M\u00e4rz, geerntet wurde am 15. November 2024.<br \/>\nDie D\u00fcngung in den organischen Varianten wurde am 23. M\u00e4rz durchgef\u00fchrt. In den mineralischen Varianten wurde am 11. April ged\u00fcngt. In Variante 3 bis 5 erfolgte eine weitere mineralische Gabe am 27. Mai und noch eine Gabe am 05. Juni in Variante 5.<br \/>\nAuf dem Sandboden in Suderburg ergibt sich eine klassische Steigerung, die D\u00fcngung nach Bedarfswert erzielte den besten Zuckerertrag.<\/p>\n<p>Auch hier fiel die reine G\u00e4rrestvariante ab, alle organischen D\u00fcngerformen erzielten mit einer mineralischen And\u00fcngung gute Ergebnisse.<\/p>\n<p>Die Nutzung von organischen D\u00fcngern wurde \u00fcber 15 Jahre i<\/p>\n<p>n den D\u00fcngungsversuchen intensiv untersucht. Daher werden die Versuche im n\u00e4chsten Jahr nicht fortgesetzt, die frei werdenden Versuchskapazit\u00e4ten sollen f\u00fcr andere Versuchsfragen genutzt werden.<\/p>\n<p><u>F\u00fcr die Praxis ergeben sich folgende Hinweise:<\/u><\/p>\n<p>Die N-Versorgung der Zuckerr\u00fcbe kann gut \u00fcber organische D\u00fcnger gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n<p>Eine Startgabe in H\u00f6he von 30-60 kg N\/ha (je nach Nmin) unterst\u00fctzt die D\u00fcngewirkung. Bei langj\u00e4hrig organisch ged\u00fcngten B\u00f6den ist dies h\u00e4ufig nicht erforderlich.<\/p>\n<p>Die auszubringende D\u00fcngermenge sollte anhand der spezifischen N\u00e4hrstoffanalyse kalkuliert werden.<\/p>\n<p>Eine z\u00fcgige Einarbeitung des G\u00e4rrests (maximal eine Stunde nach Ausbringung) oder eine Unterfu\u00dfausbringung ist wichtig, um Verluste und somit Minderertr\u00e4ge zu vermeiden.<\/p>\n<p>Insbesondere auf B\u00f6den mit h\u00f6heren Tongehalten sollte die Gefahr von Struktursch\u00e4den bei der Fr\u00fchjahrsausbringung nicht untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-4054 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie1.png' title=\"Termine und Mengen 2025\" data-rl_title=\"Termine und Mengen 2025\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie1-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4055\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-4055'>\n\t\t\t\tTermine und Mengen 2025\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie4.png' title=\"Nmin-Werte 2024\" data-rl_title=\"Nmin-Werte 2024\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie4-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4058\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-4058'>\n\t\t\t\tNmin-Werte 2024\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie5.png' title=\"Ergebnisse H\u00f6ckelheim 2024\" data-rl_title=\"Ergebnisse H\u00f6ckelheim 2024\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie5-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4059\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-4059'>\n\t\t\t\tErgebnisse H\u00f6ckelheim 2024\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie6.png' title=\"Ergebnisse Koldingen 2024\" data-rl_title=\"Ergebnisse Koldingen 2024\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie6-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4060\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-4060'>\n\t\t\t\tErgebnisse Koldingen 2024\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie8.png' title=\"Ergebnisse 3 Standorte 2024\" data-rl_title=\"Ergebnisse 3 Standorte 2024\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Folie8-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4062\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-4062'>\n\t\t\t\tErgebnisse 3 Standorte 2024\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem gemeinsamen Versuch der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der ARGE NORD e.V. sollte herausgefunden werden, wie sich oberfl\u00e4chig ausgebrachter G\u00e4rrest, separierter G\u00e4rrest, HTK und Kompost auf die Entwicklung, den Ertrag und die Qualit\u00e4t von Zuckerr\u00fcben auswirken. 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