{"id":4335,"date":"2026-04-13T10:12:04","date_gmt":"2026-04-13T10:12:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arge-nord.de\/?p=4335"},"modified":"2026-04-13T10:12:04","modified_gmt":"2026-04-13T10:12:04","slug":"ringversuch-insektizide-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arge-nord.de\/?p=4335","title":{"rendered":"Ringversuch Insektizide 2025"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2025 wurde an drei Standorten in der Bundesrepublik koordiniert durch das Institut f\u00fcr Zuckerr\u00fcbenforschung (IfZ) G\u00f6ttingen der Ringversuch Insektizide Mittelpr\u00fcfung angelegt. Der Standort der ARGE NORD e.V. in Salzgitter Ringelheim musste leider schon kurz nach der Aussaat wegen ungleichm\u00e4\u00dfigem Feldaufgang abgebrochen werden. Dadurch gingen nur zwei Versuche in die Auswertung ein.<\/p>\n<p>Insgesamt wurde der Versuch mit acht Varianten angelegt. In diesem Jahr wurde zum einen die Reaktion der Sorten Capone (anf\u00e4llig) und ST Yellowstone (tolerant) auf eine Inokulation mit dem Beet mild yellowing virus (BMYV) untersucht. Zum anderen wurden zwei verschiedene Insektizidbehandlungen auf deren Wirksamkeit getestet. Die entsprechenden Varianten wurden zu BBCH 14 \u2013 16 mit virusbeladenen Gr\u00fcnen Pfirsichblattl\u00e4usen inokuliert. Dazu wurden in der Kernparzelle (Reihe 6 \u2013 8) der 12-reihigen Versuchsparzelle an drei markierten Pflanzen je 10 Gr\u00fcne Pfirsichblattl\u00e4use platziert. Zudem wurden in beiden Sorten nicht inokulierte gesunde Kontrollen belassen. Als Insektizide wurden in diesem Versuch die Produkte Teppeki (Wirkstoff: Flonicamid) plus Additiv Karibu und Mospilan SG (Wirkstoff: Acetamiprid) getestet. Die inokulierten Varianten 2 und 6 wurden als kranke Kontrollen nicht mit einem Insektizid behandelt. In den Varianten 3, 4, 7 und 8 wurden die oben genannten Produkte getestet. Die Applikation der Insektizide erfolgte 24 Stunden nach Inokulation. Die Bonituren erfolgten in vierw\u00f6chigem Abstand nach dem Auftreten der ersten Symptome. Dazu wurde der die Befallsh\u00e4ufigkeit in der Parzelle ermittelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie2-4.png\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4339\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie2-4-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie2-4-1024x576.png 1024w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie2-4-300x169.png 300w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie2-4-768x432.png 768w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie2-4.png 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Ausbreitung der Symptome unterschied sich deutlich zwischen den beiden Standorten Titz und Wolbrechtshausen.<br \/>\nIn Titz traten Anfang August bei fast allen Varianten (au\u00dfer VG 5) Vergilbungssymptome von 15\u201350\u202f% auf, gingen danach zur\u00fcck und nahmen bis zur Ernte erneut zu. Sogar in der Sorte Capone ohne Inokulation traten Vergilbungssymptome auf. Die Ursache dieses ungew\u00f6hnlichen Verlaufs und der Befall in der gesunden Kontrolle ist unklar; ein klarer Einfluss von Sorte, Inokulation oder Insektizid konnte nicht festgestellt werden. Auff\u00e4llig war, dass VG 5 (ST Yellowstone ohne Inokulation) nahezu symptomfrei blieb. Die Ertrags- und Qualit\u00e4tsergebnisse zeigten jedoch ein differenziertes Bild. In der Sorte Capone sind signifikante Ertragseffekte zwischen der gesunden (16,02 t\/ha BZE) und kranken (12,68 t\/ha BZE) Kontrolle sichtbar. Hieraus ist abzulesen, dass die Vergilbungsviren den Ertrag stark reduziert haben. Durch die Insektizidma\u00dfnahmen konnten die Ertr\u00e4ge tendenziell, aber nicht signifikant abgesichert werden. In der Sorte Capone kann ebenfalls ein Etragsverlust durch die Inokulation festgestellt werden. Die gesunde Kontrolle weist einen Bereinigten Zuckerertrag von 19,33 t\/ha auf. Die kranke Kontrolle liegt mit 15,08 t\/ha deutlich darunter. Die Insektizidma\u00dfnahmen sichern auch hier die Ertr\u00e4ge ab, im Falle des Einsatzes von Mospilan sogar signifikant. Auch der Effekt zwischen den Sorten ist erkennbar. So liegt die Sorte Yellowstone sowohl in der gesunden als auch in der kranken Kontrolle im Bereinigten Zuckerertrag etwa drei Tonnen pro Hektar oberhalb der Sorte Capone.<\/p>\n<p>In Wolbrechtshausen zeigten sich dagegen schon klare Effekte von Sorte und Behandlung in den Befallsh\u00e4ufigkeiten. Varianten ohne Inokulation wiesen bei beiden Sorten durchgehend geringe Symptome (&lt;\u202f20\u202f%) auf. Bei inokulierten Varianten war die Sorte Capone st\u00e4rker betroffen als ST Yellowstone. Die Ertragseinbu\u00dfen durch den Vergilbungsvirusbefall wurden auf dem Standort in der Sorte Capone signifikant sichtbar. So wies die gesunde Kontrolle einen Bereinigten Zuckerertrag von 19,46 Tonnen pro Hektar auf. Die unbehandelte, inokulierte kranke Kontrolle hingegen nur 14,94 Tonnen pro Hektar. Durch die Applikation der Insektizide konnten wie in Titz tendenziell, aber nicht signifikante Ertragsabsicherungen erfolgen. In der toleranten Sorte Yellowstone gab es keine signifikanten Unterschiede. Mit 19,08 Tonnen Bereinigter Zuckerertrag pro Hektar lag die gesunde Kontrolle nur unwesentlich oberhalb der kranken, inokulierten, unbehandelten Kontrolle mit einem Bereinigten Zuckerertrag von 18,85 Tonnen pro Hektar. W\u00e4hrend die anf\u00e4llige Sorte Capone auf diesem Standort durch den Virusbefall deutlich an Ertrag verlor (ca. 3,5 t BZE\/ha) konnte die tolerante Sorte Yellowstone ihre Toleranzleistung zeigen. Zwischen der gesunden und kranken Kontrolle lagen lediglich 0,23 Tonnen Bereinigter Zuckerertrag pro Hektar.<\/p>\n<p>I<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-4335 gallery-columns-3 gallery-size-full'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie3-4.png' title=\"Anteil von Pflanzen mit Symptomen vir\u00f6ser Vergilbung Titz 2025\" data-rl_title=\"Anteil von Pflanzen mit Symptomen vir\u00f6ser Vergilbung Titz 2025\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"720\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie3-4.png\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4340\" srcset=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie3-4.png 1280w, 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landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie6-4.png' title=\"Bereinigter Zuckerertrag Wolbrechtshausen 2025\" data-rl_title=\"Bereinigter Zuckerertrag Wolbrechtshausen 2025\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"720\" src=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie6-4.png\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-4343\" srcset=\"https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie6-4.png 1280w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie6-4-300x169.png 300w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie6-4-1024x576.png 1024w, https:\/\/arge-nord.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Folie6-4-768x432.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' 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