Ringversuche (RV) – Herbizide (Salzgitter) 2025

Die ARGE NORD hat im Jahr 2025 auf insgesamt drei Standorten Herbizidversuche (RV-Herbizide) durchgeführt. Das Ziel der Versuchsanstellungen lag darin, Wirkstoffe und Produkte auf ihre Wirksamkeit gegen Unkräuter zu testen. Ein besonderer Fokus wurde, aufgrund des Wegfalls des Wirkstoffs Triflusulfuron (Produkte: Debut, Shiro), auf die Bekämpfung von Vogelknöterich (POLAV) und Raps (BRANA) gelegt.

Auf dem Standort Ringelheim (Salzgitter) wurde ein über das Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) koordinierter Ringversuch angelegt. Hier herrschte eine Mischverunkrautung bestehend aus weißem Gänsefuß (CHEAL), Flohknöterich (POLPE) und Klettenlabkraut (GALAP). In den unbehandelten Kontrollen wurde am 01.07.2025 ein mittlerer Deckungsgrad des weißen Gänsefußes von 28,0 %, des Flohknöterichs von 9,0% und des Klettenlabkrauts von 2,3% festgestellt. Die Aussagekraft zur Bekämpfungsleistung der Herbizide gegenüber des weißen Gänsefußes und des Flohknöterichs ist somit gegeben. Weitere Unkräuter werden unter HERBA zusammengefasst und gehen wie die zuvor genannten in die Berechnung des Gesamtbekämpfungserfolgs ein.

Der Versuch hatte insgesamt 13 Varianten. Die Applikationen der klassischen Herbizide erfolgten am 14.04.2025, am 28.04.2025 und am 19.05.2025. Die Applikationen der Conviso-Variante erfolgte am 24.04.2025. Die vorgesehene zweite Maßnahme wurde nicht durchgeführt. Dadurch sind die Conviso-Bonituren/Parzellen nicht auswertbar. Die Wasseraufwandmenge lag bei allen Applikationen bei 200 l/ha. Alle Varianten wurden in vierfacher Wiederholung angelegt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die einfache Conviso-Anwendung nicht ausreicht. Die Bekämpfungserfolge liegen hier zum Teil deutlich unterhalb von 90%. Da das System zwei Maßnahmen vorsieht dürfen hier keine falschen Schlüsse gezogen werden.

Die Klassischen Maßnahmen zeigen insgesamt sehr gute Wirkungen gegen den weißen Gänsefuß. Schon in der Variante 7, in der lediglich Bodenwirkstoffe (Metamitron + Ethofumesat) eingesetzt wurden lag der Wirkungsgrad gegen den weißen Gänsefuß bei 99,5%.  Dies deutet auf eine hohe Bodenfeuchte während und nach den Applikationen hin. Für die Bekämpfung des Klettenlabkrauts reichte die Bodenwirkung allein nicht aus. Sie lag in der Variante 7 bei lediglich 50%. Mit der Zugabe von Phenmedipham oder Florpyrauxifenbenzyl konnte die Wirkung stark gesteigert werden. Der Flohknöterich war insgesamt über alle Varianten gut zu bekämpfen. Die höchsten Gesamtbekämpfungserfolge erzielten die Varianten 6 und 8.