MU Aphanomyces (Wierstorf Nord & Ost) 2025

Die methodische Untersuchung zur sortenspezifischen Anfälligkeit gegenüber  Gürtelschorf wurde, wie im vergangenen Jahr, auf zwei Flächen in Wierstorf (Landkreis Gifhorn; nördlich und östlich des Dorfes) angelegt. Insgesamt wurden 21 Sorten geprüft. Bei vier davon handelte es sich um die bekannten Vergleichssorten Orpheus und Thaddea KWS (tolerante Sorten) sowie Kakadu und Caprianna KWS (anfällige Sorten).

Die Sorten wurden auf jedem Standort vierfach wiederholt angelegt.  Zu Reihenschluss erfolgte eine große Beregnungsgabe von etwa 100mm um die Gürtelschorfausprägung zu fördern. Dies gelang auf dem Standort Wierstorf Ost sehr gut. Die geernteten Rüben wurden im Anschluss in den Laboren der Zuckerfabriken optisch bonitiert. Hier zeigten die anfälligen Zeigersorten eine Boniturnote von bis zu 7 (1= kein Befall, 9=sehr starker Befall). Auf dem Standort Wierstorf Nord war der Befall weniger stark ausgeprägt. Einzelne Sorten wurden mit einer Boniturnote 4 eingestuft, was jedoch die Ausnahme darstellte.

Sehr Aphanomyces-tolerant sind die Sorten Multivira, Orpheus, BTS Smart 4680, Thaddea KWS und Smart Herma KWS. Als anfällig eingestuft sind die Sorten Kakadu, Habicht, Caprianna KWS, Bertida KWS und Barbarica KWS.