Im Versuchsjahr 2025 wurde ebenso wie in den vergangenen Jahren der Ringversuch Fungizide, welcher durch das Institut für Zuckerrübenforschung koordiniert wird, durch die ARGE NORD e.V. durchgeführt. Der Versuchsstandort war in 2025 der Standort Schmedenstedt im Landkreis Peine. Der diesjährige Ringversuch beinhaltete 12 verschiedene Varianten (s. Variantenplan). Neben der unbehandelten Kontrolle wurden die Produkte Diadem, Propulse und Panorama in Kombination mit kupferhaltigen Produkten, wie Funguran Progress, Yukon und Grifon SC getestet. Weitere Varianten sollten die Zusatzwirkung des schwefelhaltigen Produktes Thiopron, des manganhaltigen Produktes „Aktivator“ und des Produktes Frutogard, welches Kaliumphosphit enthält, untersuchen.
Ausgesät wurde der Versuch mit der Sorte BTS 7300 N am 24.03.2025 in Engsaat. Anschließend wurde auf ca. 20 cm vereinzelt. Ab Anfang Juni wurde der Versuch wöchentlich auf Blattkrankheiten wie Cercospora, Rost und Mehltau kontrolliert. Bereits am 19.06.2025 wurden erste Cercospora-Blattflecken in dem Bestand beobachtet. Die Fungizidapplikationen erfolgten nach Erreichen der Bekämpfungsschwellen. Die erste Applikation wurde am 27.06.2025 nach Überschreiten der Bekämpfungsschwelle von 5 % gesetzt. Es folgten zwei weitere Fungizidbehandlungen der jeweiligen Varianten 2-12 am 04.08.2025 und am 25.08.2025. Nach Erreichen einer Befallshäufigkeit von 100 % wurden die Varianten ungefähr im wöchentlichen Rhythmus auf Befallsstärke bonitiert. Beerntet wurde der Fungizidversuch am 28.10.2025.
Dominierende Blattkrankheit war in 2025 am Standort Schmedenstedt Cercospora beticola. Teilweise konnte auch ein Befall von Rost in den Varianten beobachtet werden, welcher sich allerdings gut bekämpfen ließ. Mehltau trat kaum auf.
Verglichen wurde die Wirkung der Fungizidprodukte und -kombinationen der einzelnen Varianten untereinander sowie mit der unbehandelten Kontrolle der Sorte BTS 7300 N gegen Cercospora. Die Varianten zeigten Anfang September Differenzierungen in ihrer Wirkung gegenüber Cercospora. So konnte vor allem in der Variante 6, eine Kombination aus Propulse und dem schwefelhaltigen Produkt Thiopron, eine verbesserte Wirkung gegen Cercospora beobachtet werden, welches sich auch im Zuckerertrag widerspiegelte (14,5 t/ha). Im Vergleich zur Solovariante mit Propulse führte die Kombination aus Propulse und Thiopron zu einer Zuckerertragssteigerung von knapp 0,5 t/ha. Auch im Vergleich zu den anderen Varianten mit Zusatz von Kupfer, zeigte die schwefelhaltige Variante mit Thiopron den höchsten Zuckerertrag. Allerdings ist diese Steigerung im Zuckerertrag statistisch nicht absicherbar, sodass eine weitere Prüfung notwendig wäre.
Die unterschiedlichen Produktkombinationen aus Diadem (Mefentrifluconazol + Fluxapyroxad) und einem kupferhaltigen Produkt (Var. 2 und 3) sowie die Kombination aus einem prothioconazolhaltigem Produkt (Propulse/Panorama) und Kupfer (Var. 5, 7 und 8) schnitten in der Befallsstärke sowie im Zuckerertrag alle ähnlich ab. Auch die Solovariante mit Propulse konnte ein ähnlich hohes Ertragsniveau erzielen (Var. 11). Variante 4, eine Kombination aus Propulse und einem manganhaltigen Produkt (Aktivator) zeigte keinen Zusatzeffekt auf den Zuckerertrag. Die Varianten sahen Anfang September lediglich etwas sauberer aus. Die Kombination aus Funguran Progress (Kupfer) und Frutogard als Biostimulanz wies die höchste Befallsstärke im September auf. Dies zeigte sich ebenfalls im Zuckerertrag, welcher deutlich niedriger lag.







