Witterungsverlauf 2025
Der Januar startete mit einem Tiefdruckgebiet, welches von mehreren Sturmtiefs begleitet wurde. Dadurch kam es in der ersten Dekade zu sehr wechselhaftem niederschlagsreichem Wetter. Das zweite Monatsdrittel wurde von einem Hochdruckgebiet beherrscht. Hierunter kam es zu einer Inversionswetterlage, die dazu führte, dass es in den nördlich gelegenen Niederungen trüb und kalt war, in den Hochlagen jedoch mild und sonnig. In der dritten Dekade kam es unter erneutem Tiefdruckeinfluss zu häufigem Regen, Glatteis und Schnee in den Hochlagen. Eine geschlossene Schneedecke gab es außerhalb der Höhenlagen nur um den 09. Januar, als Sturmtief Charly über das Land fegte. Der Monat war mit einer durchschnittlichen Temperatur von 2°C etwas wärmer (1,1K) als im langjährigen Mittel (1991-2010), auch die Sonnenscheindauer lag leicht über dem Mittel. Deutschlandweit fielen 78 mm Niederschlag, dass sind 22 % über dem langjährigen Mittel. Somit war auch der Mittelwert der Bodenfeuchte in 0-60cm mit 121 % nFK gegenüber dem Mittel des Vergleichszeitraums (119 % nFK) leicht erhöht.
Der Februar startete mit Sonnenschein und frostigen Nächten. Nachdem er sich in der zweiten Woche etwas frühlingshafter zeigte, wurde es noch einmal kalt mit Schnee in den Hochlagen und sehr strengen Nachtfrösten. Nach der Monatsmitte wurde es sonniger und die Temperaturen stiegen innerhalb von vier Tagen auf bis zu 20 °C an. In der letzten Woche zeigte sich das Wetter noch einmal wechselhaft, Schnee gab es aber nur noch im Schwarzwald
Der Monat präsentierte sich insgesamt sehr sonnig und trocken. So schien die Sonne im Vergleich zum Mittel (1991-2020) etwa 29 % mehr. Es regnete deutschlandweit mit 24 Litern pro Quadratmeter weniger als die Hälfte im Vergleich zur Referenzperiode. Die Bodenfeuchte lag bei 115 % nFK, das sind 3 % weniger als im langjährigen Durchschnitt.
Der März zeigte sich sonnig und warm. Unter dem Einfluss mehrerer Hochdruckgebiete gab es viel Sonnenschein und kaum Niederschlag Es gab zwar an 10 bis 20 Tagen Nachtfrost, trotzdem war der Monat mit einer durchschnittlichen Temperatur von 6,0 °C viel zu mild und deutlich trockener als im langjährigen Mittel. Es fiel etwa 70 % weniger Regen als im Durchschnitt. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt waren es nur 8 bzw. 9 Liter pro Quadratmeter. Daher ging die Bodenfeuchte deutlich zurück. Mit 102 % nFK erreichte sie 13 % weniger als im Vergleichszeitraum. Die Sonnenscheindauer lag mit 199 Stunden etwa 58 % über dem Wert der Referenzperiode 1991-2020. Der Monat war der 2.-sonnenscheinreichste März seit 1951. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen zeigte sich der März 2025 als trockenster März seit Beginn der Aufzeichnungen 1881, bundesweit erreichte er den 6. Platz.
Auch im April blieb es sonnig, warm und trocken. Zu Beginn zeigte sich der Monat sonnig mit Nachtfrösten. Zur Monatsmitte kam es unter Einfluss von Tiefdruckgebieten zu Niederschlägen und teilweise heftigen Gewittern. Diese waren lokal begrenzt, so dass es nur in kleineren Gebieten von Schleswig-Holstein bis Sachsen-Anhalt, das Breisgau sowie ein Streifen von Nordrhein-Westfalen und der Eifel bis in den Westen Sachsens zu Überschreitungen der durchschnittlichen Regenmenge kam. In allen anderen Bereichen war es zu trocken. Zum Ende des Monats stiegen die Temperaturen unter Einfluss eines Hochdruckgebietes wieder deutlich an. Der Monat war insgesamt mit einer Mitteltemperatur von 10,5 Grad um 1,5 Grad zu warm, und sehr sonnenscheinreich. Die Sonnenscheindauer lag um 33 % über dem langjährigen Mittelwert. Die Niederschlagshöhe lag um 32 % niedriger als der vieljährige Durchschnitt. Die Bodenfeuchte betrug nur noch 81 %, das waren 21 % weniger als im Vergleichszeitraum. Somit war der April 2025 der zweittrockenste Monat seit 1991.
Der Mai präsentierte sich als Monat der Gegensätze. Die ersten Tage waren mit Temperaturen um 30 °C sehr warm, doch durch Strömungen aus nördlichen Richtungen und klare Nächte blieb es bis zum Monatsende eher kühl, gebietsweise kam es sogar zu Frostereignissen. Trotzdem blieb das Wetter in den ersten zwei Dekaden sonnig und trocken. Es wurde lediglich durch einige lokal begrenzte Schauer und Gewitter unterbrochen. Erst in der letzten Monatsdekade kam es zu flächendeckenden Niederschlägen. Diese reichten aber nicht aus, die trockenen Vormonate auszugleichen. Mit deutschlandweit gefallenen 48 mm Niederschlag war auch der Mai 2025 deutlich trockener als das langjährige Mittel von 69 mm. Die Bodenfeuchte nahm weiter ab und lag deutschlandweit bei etwa 60 %. Der Monat war mit 252 Sonnenstunden sehr sonnenscheinreich, aber das Temperaturmittel lag mit 12,8 °C leicht unter dem der aktuellen Vergleichsperiode.
Auch der Juni zeigte sich sehr wechselhaft. Unter dem Einfluss westlicher Strömungen kam es immer wieder zu Schauern und Gewittern mit Starkregen. Diese wechselten sich ab mit stabilen Hochdruckwetterlagen, die sommerliche Temperaturen und reichlich Sonnenschein brachten. Insgesamt war der Monat deutlich zu warm (im Mittel 2,0 K über dem langjährigen Mittel von 1991-2020) und mit 273 Stunden sehr sonnig. Trotz der häufigen Niederschläge blieb es im deutschlandweiten Mittel zu trocken. Es regnete 59 mm, das sind 21 % weniger als der langjährige Mittelwert. Die Bodenfeuchte ging zurück auf 59 % nFK, das sind etwa 20 % weniger nFK als das Mittel von 1991 bis 2000.
Der Juli startete mit einer Hitzewelle, die aber nur wenige Tage anhielt. Ab der Monatsmitte wurde das Wetter sehr unbeständig, es gab einen Mix aus einzelnen trockenen Tagen, regnerischen Tagen und teilweise Starkregen und Gewitter. Die Temperaturen sanken so stark ab, dass teilweise einstellige Werte gemessen wurden. Daher war der Juli der erste Monat des Jahres, der nicht wärmer als das durchschnittliche Mittel war. Mit 113 mm übertraf der Niederschlag den Mittelwert um 31 %. Entsprechend niedrig war die Sonnenscheindauer mit 183 Stunden (81 % des langjährigen Mittelwertes). Die Bodenfeuchte lag Anfang des Monats deutlich unter dem Mittel, stieg aber im Verlauf deutlich an, so dass im bundesweiten Schnitt auf 54 % nFK kam. Das entspricht etwa 80 % des Mittels von 1991-2020.
Das kühle, nasse und stürmische Wetter setzte sich in der ersten Hälfte des Augusts fort. Unter dem Einfluss mehrerer Hochdruckgebiete kam es im weiteren Verlauf zu trockener, sonnenscheinreicher und zum Teil sehr heißer Witterung. Diese wurde teilweise von skandinavischen Tiefdruckgebieten unterbrochen. In der letzten Dekade wurden unter dem Einfluss von Polarluft aus Skandinavien teilweise einstellige Temperaturen beobachtet, in den Mittelgebirgen gab es sogar Bodenfrost. Insgesamt war der Monat mit durchschnittlich 18,1 °C etwas wärmer als im langjährigen Mittel, die Sonne schien 251 Stunden (vieljähriges Mittel = 212 Stunden). Trotz der Niederschläge am Anfang und Ende des Monats lag die Niederschlagsmenge mit 47 l/ha fast 40 % niedriger als der langjährige Durchschnitt. Die Bodenfeuchte war Anfang des Monats deutlich überdurchschnittlich, sank im weiteren Verlauf stark ab. Der mittlere Wert für Deutschland lag bei 64 % nFK, das sind 7 % weniger als der langjährige Mittelwert.
Der September war ein Monat der Gegensätze. Nachdem es in der ersten Monatshälfte warm und wechselhaft war, gab es um den 20. September herum noch einmal hochsommerliche Temperaturen. Kurz danach kam es mit dem kalendarischen Herbstanfang zu einem Temperatursturz begleitet von reichlichem Niederschlag. Zum Ende des Monats wurde es im Norden noch einmal sonnig, im Süden blieb es wechselhaft. Insgesamt war der September 0,6 Grad wärmer als der klimatologische Durchschnittswert. Mit 80 mm Niederschlag regnete es etwa 25 % mehr als im langjährigen Mittel. Dabei war es aber im Norden und im Südosten Bayerns deutlich zu trocken, in allen anderen Regionen fiel deutlich zu viel Niederschlag. Auch die Sonnenscheindauer zeigte ein deutliches Nord-Süd-Gefälle und erreichte im Mittel mit 156 Stunden knapp das langjährige Mittel. Die Bodenfeuchte lag bundesweit mit 64 % nFK etwa 14 % unter dem vieljährigen Durchschnitt.
Auch der Oktober begann zunächst sonnig, doch bereits am ersten Oktoberwochenende setzte sich kräftiger Regen durch. In der zweiten Dekade zeigte sich die Sonne nur selten, da es unter dem Einfluss feuchter Luft aus Nordwest häufig neblig und wolkig war. Im letzten Monatsdrittel kam es unter dem Einfluss mehrerer Tiefdruckgebiete zu stürmischer Witterung mit Regenfällen. Insgesamt zeigte sich der Monat im Mittel wärmer, nasser und sonnenscheinärmer als die Referenzperiode 1991-2020. Das Gebietsmittel der Bodenfeuchte bis 60 cm lag bei 88 % nFK, das entspricht 96 % des langjährigen Mittels.
Der November startete unter dem Einfluss von Südwest- und Südströmungen. Bis zur Monatsmitte traten zeit- und gebietsweise überdurchschnittliche Temperaturen auf. Ab der Monatsmitte folgte eine allmähliche Abkühlung, die gegen Ende der zweiten Novemberdekade in einen ausgeprägten Kälteeinbruch mit Frost- und Schneereignissen überging. In der letzten Woche des Monats fiel zunächst noch bis in tiefere Lagen Schnee, dann wurde es wieder milder. Deutschlandweit regnete es mit 46 mm etwa 26 % weniger als im Mittel der Jahre. Der November war im Durchschnitt 0,2 Grad wärmer als das langjährige Mittel. Die Sonne zeigte sich häufig, die Sonnenscheindauer lag mit 69 Stunden etwa 26 % über dem vieljährigen Mittel von 55 Stunden. Die Bodenfeuchte lag im Mittel in 0 bis 60 cm Tiefe 105 % nFK. Das entspricht in etwa dem Mittel im Vergleichszeitraum 1991 bis 2020 (106 % nFK).
Ein umfangreiches Hoch über Russland blockierte im Dezember auftretende Tiefdruckgebiete, so dass der Monat zunächst sehr mild war und teilweise frühlingshafte Temperaturen zu verzeichnen waren. Zu den Feiertagen stellte sich eine östliche Strömung ein, die Frost brachte. Niederschläge gab es lediglich in der ersten Monatsdekade, so dass der Monat mit nur 21 mm im Vergleich zum langjährigen Mittel von 70 mm sehr trocken war. Mit 68 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer im Dezember den Vergleichswert 62 Prozent. Somit ist der Monat der zweitsonnigste Dezember seit Beginn der Aufzeichnungen. Aufgrund der Trockenheit sank die Bodenfeuchte im Verlauf des Monats. Sie betrug im Mittel in 0 bis 60 cm Tiefe 107 % nFK. Das sind 8 % nFK weniger als das Mittel im Vergleichszeitraum 1991 bis 2020.
Das Jahr 2025 präsentierte sich insgesamt sehr warm, außergewöhnlich sonnig und deutlich zu trocken. Besonders das Frühjahr war historisch niederschlagsarm und prägte große Teile des Jahresablaufs. Erst im Hochsommer kam es durch ausgeprägte Hitze und nachfolgende Gewitter zu vorübergehend nassen Phasen. Auch die zum Teil sehr hohen Niederschlagsmengen im September konnten die trockenen Lagen nicht ausgleichen, die Jahressumme lag 17 % unter dem langjährigen Mittel. Die Sonnenscheinbilanz war sehr positiv und wurde lediglich durch die negativen Abweichungen der Monate Juli und Oktober nach unten korrigiert. Somit gehört 2025 zu den 5 sonnenscheinreichsten Jahren seit 1951. Das Frühjahr und der Juni fielen deutlich zu warm aus, mit einer Durchschnittstemperatur von 10,1 °C (Vergleichsperiode 1991-2020 = 9,3 °C) reihte es sich in die Reihe der 10 wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen ein.
Quelle: Deutscher Wetterdienst, 2025: Monatlicher Klimastatus Deutschland. DWD, Geschäftsbereich Klima und Umwelt, Offenbach, www.dwd.de/klimastatus und Wetteronline.de




